Die Volksinitiative für die Einrichtung eines Sammlungszentrums in der Rundhofhalle der Messe Basel ist im Dezember 2024 mit 3126 gültigen Unterschriften zustande gekommen.
Initiative
Es gibt eine bessere Lösung, als die Hebelschanze hinter dem Bernoullianum zu überbauen. Und zwar bei der Messe Basel.
Kommentare von Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern der Sammlungszentrum-Volksinitiative:
Viel Erfolg, schöne Idee!
Danke für Ihr Engagement!
Danke für den Einsatz!
Ich bin im St. Johann-Quartier aufgewachsen. Bei uns hiess der Park «Pinocchio-Pärkli».
Tabea H. (Jg. 1993)
Coole Initiative! Ich liebe den Park!
Salome S. (Jg. 1998)
Ich studiere am Bernoullianum Pflanzenwissenschaften. Ich bin am Master. Manchmal mache ich im Park Mittagspause.
Lewis D. (Jg. 1997)
Ich habe in diesem Park Französisch-Wörtchen gelernt. Ich ging immer in einen Park, um Wörtchen zu lernen.
Juliana I. (Jg. 1990):
Ich kenne den Park vom Studium her.
Rolf v. A. (Jg. 1953)
Geben Sie mir einen leeren Bogen, damit ich noch andere Leute unterschreiben lassen kann.
Remo G. (Jg. 1945)
Während des Krieges haben Soldaten in diesem Park Zelte aufgestellt. Ich wohnte früher neben dem Park. Mein Elternhaus existiert heute nicht mehr.
Beatrix E. (Jg.1938)
Ich habe dort früher mit Leuten vom Bernoullianum Schach gespielt.
Marcel J. (Jg. 1935)
Die Universitätsbibliothek plant hinter dem Bernoullianum einen Erweiterungsbau. Hier will sie wertvolle historische Bestände, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen, fachgerecht und sicher aufbewahren. Der Basler Grosse Rat hat den Planungskredit dafür bewilligt.
Dass für diesen teilweise unterirdischen Lagerraum eine Grünanlage verschwinden soll, erscheint jedoch reichlich paradox und nicht zeitgemäss.
Sinnvoller wäre es, diese wertvollen historischen Bestände der Universitätsbibliothek zusammen mit den Beständen des Staatsarchivs und Objekten des Historischen Museums in einem gemeinsamen Sammlungszentrum bei der Messe Basel zusammenzuführen.
Erläuterungen
Der Initiant
Erläuterungen
Die Rundhofhalle (Hallengebäude 2) wäre der ideale Ort für die Einrichtung eines Sammlungszentrums.
Das Gebäude verfügt über belastbare Böden, hohe Räume, gute Anlieferungsmöglichkeiten und leistungsfähige Waren- und Personenlifte. Die Nutzfläche beträgt 44’500 m². Zum Vergleich: Dem Naturhistorischen Museum werden im Neubau beim Bahnhof St. Johann 11’700 m² Nutzfläche zur Verfügung stehen.
Auch das Historische Museum benötigt dringend ein zentrales Sammlungs- und Konservierungszentrum. Seine Depots sind voll und genügen den konservatorischen Anforderungen nicht mehr.
In Basel gilt der Konsens, dass keine weiteren öffentlichen Grünflächen und Parks überbaut werden.
Der WWF Region Basel kritisierte in seiner Einsprache, dass für diesen Erweiterungsbau keine Standort-Notwendigkeit nachgewiesen wurde. Die grün(?)-liberale Vorsteherin des Baudepartements schmetterte die Einsprache ab.
Die unterirdischen Magazine des Staatsarchivs beim Bahnhof St. Johann sind grund- und hochwassergefährdet.
Das neue Stadtarchiv von Köln weist keine unterirdischen Magazinräume auf. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters bei der Vorstellung der Preisträgerentwürfe am 19. Juni 2011:
«Die Stadt Köln hat es sich zum Ziel gesetzt, das sicherste und modernste Archiv Europas zu errichten.»

Haupteingang / Entrée principale / Main entrance – Farbaufnahme/Photo: Foto Hinz SWB, Basel
Ein Sammlungszentrum in der Rundhofhalle wäre sinnvoll
Die MCH Group benötigt dieses denkmalgeschützte Gebäude nicht mehr. Die Rundhofhalle steht praktisch das ganze Jahr leer. Nur während der ART werden zwei der drei Hallen belegt, sowie eine Halle des Hallengebäudes 1. Die ART könnte ganz im Hallengebäude 1 (Herzog & de Meuron-Gebäude) abgehalten werden.
Zu einem Sammlungszentrum gehören auch Arbeitsplätze für Konservatoren, Fotografen usw. Dennoch gäbe es in der Rundhofhalle noch Platz, um kleinere Ausstellungen durchführen zu können.
Das Rundhofgebäude steht unter Denkmalschutz. Es weist auch im Innern viele bauzeitliche Elemente aus und ist in einem guten baulichen Zustand. Wenn ein Gebäude längere Zeit nicht genutzt wird, findet sein baulicher Zustand aber zunehmend weniger Beachtung. Eine Umnutzung als Sammlungszentrum dient deshalb dem Erhalt des Gebäudes. Es wären dafür auch keine irreversiblen Eingriffe in die Bausubstanz nötig.
Initiant
Philippe Ramseyer, Jahrgang 1960, dipl. Mittellehrer, unterrichtete an verschiedenen Basler Schulhäusern als Klassen- und Fachlehrer Deutsch, Mathematik und Geschichte. Am längsten, 23 Jahre, war er am Inselschulhaus als Lehrer tätig. Das Interesse für die Geschichte und Geographie Basels und Umgebung weckte in ihm sein Primarlehrer Paul Schäublin, der sich in der Region Basel und darüber hinaus auskannte wie in seiner Westentasche.
